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Zweiter runder Tisch Cyber Mobbing | 27.06.11

Im Rahmen eines runden Tisches am 13.04.2011 wurden Jugendliche, Eltern, Lehrer und weitere Interessierte über die Formen, Ursachen und Folgen von Cyber-Mobbing informiert.

Um weitere konkrete Handlungsfelder für Schulen, Eltern und vor allem die Politik zu definieren, hat Stark ohne Gewalt am 22.06.2011  zu einem zweiten runden Tisch „Cyber-Mobbing“ eingeladen.

Betroffene, Experten, Jugendliche, Eltern, Pädagogen, Polizei, Netzwerkbetreiber, politisch Verantwortliche und alle weiteren Interessierte haben gemeinsam über dieses Thema diskutiert und konkrete Arbeits- und Handlungsfelder erarbeitet.

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Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmern für Ihr Interesse und insbesondere bei unseren Referenten für Ihre Beiträge zu einem sehr informativen Abend und einer gelungenen Veranstaltung!

Frau Carolin Wimmer von jappy.de hat aufgezeigt welche Handlungsmöglichkeiten Netzwerbetreibern bei Cyber Mobbing zur Verfügung stehen. Um dem Phänomen des Cyber Mobbings weiterhin entgegenzuwirken plädiert Frau Wimmer für „Prävention im Sinne von Aufklärung“. Um diese zu erreichen ist eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure unabdingbar.
Cyber Mobbing und weitere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen bei jappy.de können jederzeit an jugendschutz@jappy.de gemailt werden.

 

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Frau Nora Hegazi von der Berliner Polizei hat darauf hingewiesen, dass Mobbing rechtlich keinen Straftatbestand darstellt, allerdings in aller Regel Straftaten wie Beleidigung, Bedrohung, Nötigung o.ä. beinhaltet. Es ist wichtig in der Bevölkerung ein entsprechendes Bewusstsein zu entwickeln. Cyber-Mobbing endet nur selten mit einer Strafanzeige, was eine Ermittlung durch die Polizei verhindert. Bei Tätern vermittelt die geringe Anzeigebereitschaft das Gefühl, sich in einem rechtsfreien Raum zu bewegen und bestärkt sie darin, ihr schädigendes Verhalten fortzuführen.
Wer Opfer von Cyber-Mobbing wird sollte die Tat umgehend bei der Polizei anzeigen. Emails, Einträge und Meldungen die als Cyber-Mobbing empfunden werden, sollten unbedingt als Beweismaterial gespeichert werden.

Herr Sven Kohlmeier, Mitglied des Ausschusses für Datenschutz und Informationsfreiheit der SPD, schlug vor, dass Netzwerbetreiber in Bezug auf Sicherheitseinstellungen „das Pferd von hinten aufzäumen“ sollten. Bisher ist es so, dass bei Neuanmeldung in einem sozialen Netzwerk die Sicherheitseinstellungen sehr locker angesetzt sind. Wer weniger als alles von sich preisgeben möchte muss dies entsprechend in den Sicherheitseinstellungen ändern.
Um aber den Nutzern von Beginn an ein gewisses Maß an Privatsphärenschutz zu bieten, sollten die Einstellungen bei Neuanmeldung möglichst streng sein. Wer mehr von sich preisgeben möchte, sollte die entsprechende Änderung selbst durchführen müssen.

 

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Die anschließende Frage- und Diskussionsrunde hat folgende Handlungsfelder zu Tage gebracht:

  • Im neuen Schuljahr soll eine Spandau-weite Schulleiterkonferenz eingeleitet werden, um alle Schulleiter für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Schulleiter sollen dann diese Sensibilisierung an ihre Lehrkräfte weitergeben und so ein Bewusstsein für die Problematik des Cyber-Mobbings zu schaffen.
  • Die Vernetzung zwischen Schulen, Polizei und Netzwerkbetreibern muss gestärkt werden. Stark ohne Gewalt sieht sich hier als Schnittstelle und wird eine koordinierende Aufgabe übernehmen um diese Vernetzung voran zu treiben.
  • Die Förderung von Medienkompetenz muss verbindlich in den Unterricht aufgenommen werden (sowohl an Schulen aber auch an Universitäten, vor allem in Pädagogik-Lehrgängen).
  • Leitlinien für den sicheren Umgang mit neuen Medien müssen entwickelt und an Kinder und Jugendliche verteilt werden.

Um die Umsetzung der Ergebnisse zu überprüfen und weitere Schritte einzuleiten wird Stark ohne Gewalt alle Beteiligten  in 6-12 Monaten zum dritten runden Tisch Cyber Mobbing einladen.

Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit!

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