Sep 15

Raed Saleh, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, regt eine intensive Zusammenarbeit aller Akteure der Jugendarbeit mit Aktionen in Spandau an.

Ziel von Raed Saleh ist es, mit Projekten und Aktionen aktiv vor Ort Jugendliche zu erreichen. Dazu wird derzeit ein Netzwerk bestehend aus Spandauer Vereinen und Einrichtungen der Jugendarbeit, politisch Verantwortlichen und Vertretern der Polizei aufgebaut.

„Wir wollen es nicht bei Worten an Tischen belassen. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen vor Ort auf der Straße zu erreichen. Nicht über sie, sondern mit ihnen zu reden, ist unsere Devise“, meint Raed Saleh.

„Analysen und Ideen zur Prävention gegen Konflikte und Jugendkriminalität liegen längst auf dem Tisch. Jetzt ist es Zeit, die Verantwortung nicht auf andere Stellen zu schieben, sondern selbst vor Ort aktiv zu werden“, führt er weiter aus.

Begonnen hat das Netzwerk mit dem Projekt „Stark ohne Gewalt“ unter Federführung des Polizeiabschnitts 21 in Spandau, welches spontan aufgrund von Ausschreitungen unter Spandauer Jugendlichen in der Neustadt entstand. Die Resonanz darauf unter Jugendlichen auf dem 11. Spandauer Frühlingsfest war sehr groß. Mit Gesprächen auf gleicher Augenhöhe, Ratschlägen zur Konfliktlösung und viel Humor kamen sich Jugendliche, Vertreter der Polizei, und Politiker näher. Insgesamt war die Aktion auf dem Frühlingsfest ein großer Erfolg. Es brachte nicht nur
Kontakt zwischen verschiedenen Menschen; die Polizei verzeichnete die geringsten Zwischenfälle seit Jahren. Lediglich eine „Wechselseitige Körperverletzung“ wurde festgestellt. Die anwesenden Beamten und Jugendlichen waren über den konfliktfreien Ablauf des Festes sehr erfreut.

Der Abschnittsleiter der Polizeiabschnitts 21, Herr Frank Brinker, ist ebenfalls über die Erfolge der gemeinsamen Arbeit erfreut. “Es ist bemerkenswert, wie eine solche gemeinsame Aktion in so kurzer Zeit erste spürbare Erfolge und Chancen zeigt. Die Zusammenarbeit mit Vereinen, Jugendlichen und der Polizei vor Ort wurde von den Besuchern der Frühlingsfestes mit großer Begeisterung aufgenommen.“

Sep 1

Vertreter des Spandauer Polizeiabschnitts 21 werden in Spandau mit Jugendlichen an den Wochenenden im Mai und im Juni gemeinsam auf Streife gehen. Schwerpunkt der Kiezrundgänge werden die Bereiche der Neustadt und das Falkenhagener Feld sowie Bereiche der Wilhelmstadt sein. Auch im Gebiet Heerstraße Nord werden Polizisten mit den
Jugendlichen auf Streife gehen.

Mit dem in der Jugendarbeit erfahrenen Präventionsbeauftragten Detlef Mischorr sowie Axel Bendisch und Frank Lüders vom Polizeiabschnitt 21 in Spandau werden ab Mitte Mai Jugendliche unterwegs sein.

Einer der Initiatoren des Projektes „Stark ohne Gewalt“ ist Raed Saleh, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

„Wir wollen gemeinsam mit der Polizei unsere Präventionsarbeit vor Ort weiterführen, um Konflikten und Streit unter Jugendlichen auf der Straße zu begegnen,“ erläutert Raed Saleh diese Aktion.

Begonnen hatte die enge Zusammenarbeit mit der Polizei anlässlich eines Gewaltvorfalls unter Jugendlichen in Spandau. Spontan entstand daraufhin das Projekt „Stark ohne Gewalt“ mit zahlreichen Projekten und Aktionen, um gezielt Jugendliche anzusprechen und einen Beitrag zu präventiven Jugendarbeit vor Ort zu leisten.

„Ich freue mich sehr, dass Jugendliche demnächst Vertreter der Spandauer Polizei auf ihrer Streife begleiten können. So können sie hautnah die Arbeit der Polizei vor Ort erleben. So können sie sehen, wie Konflikte auf der Straße geschlichtet werden können. Vielleicht wird so mancher Jugendlicher dabei auch seinen Traumberuf entdecken,“
ergänzt Frank Brinker, Polizeidirektor und Leiter des Polizeiabschnitts 21 in Spandau.