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runder Tisch Cyber-Mobbing | 18.04.11

Unter Cyber-Mobbing versteht man die verschiedenen Formen der Beleidigung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel wie z.B. über das Internet und/oder mittels Mobiltelefonen.

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Laut Ergebnissen der JIM Studie 2010 (JIM 2010 Jugend, Information, (Multi-)Media – Basisstudie zum Medienumgang 12- 19 jähriger in Deutschland. Herausgeber: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest) berichtet jeder vierte Internet-Nutzer, dass Personen aus dem Freundeskreis Erfahrungen mit Cyber-Mobbing gemacht haben. Sei es, weil es zu Beleidigungen im Internet kam, weil Bildmaterial entweder unerlaubt eingestellt wurde oder die Betroffenen unvorteilhaft auf dem Bildmaterial dargestellt werden. Auch die Verbreitung von Lügen und Verunglimpfungen im Netz gehören zum Phänomen des Cyber-Mobbing. Vereinzelt werden auch Fake-Accounts unter falschen Namen erstellt.

Was unterscheidet Cyber-Mobbing vom „einfachen“ Mobbing?
Im Gegensatz zum „einfachen“ Mobbing endet Cyber-Mobbing nicht nach der Schule oder der Arbeit. Die Opfer können rund um die Uhr angegriffen werden, die eigenen vier Wände schützen nicht vor Mobbing-Attacken.
Das Publikum ist unüberschaubar groß; Inhalte verbreiten sich extrem schnell und lassen sich nur schwer kontrollieren.
Täter können anonym agieren und sich eine Identität aufbauen, die nicht der Realität entspricht.

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Cyber-Mobbing kann für Oper dramatische Folgen nach sich ziehen: soziale Isolation, Stress, psychische Probleme bis hin zum Suizid.
Für die Täter hat Cyber-Mobbing nur selten gravierende Folgen wie etwa eine Strafanzeige oder einen Schulwechsel. Aus einer Befragung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft geht hervor, dass viele Täter die Folgen ihres Tuns gar nicht abschätzen. Gezielte Aufklärung kann daher deutlich Abhilfe schaffen.

Im Rahmen des runden Tisches am Mittwoch, den 13.04.2011 hat Stark ohne Gewalt einen Beitrag zur Aufklärung zum Thema Cyber-Mobbing geleistet.

Die von uns eingeladenen Referenten haben über die Formen, Ursachen und Folgen von Cyber-Mobbing gesprochen und Tipps für den Umgang mit diesem Phänomen gegeben.

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Dr. Gudrun Borcherdt von der Techniker Krankenkasse hat das Projekt "Mobbingfreie Schule - gemeinsam Klasse sein!" vorgestellt, das von der TK gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung entwickelt wurde. Berliner Schulen, die Interesse an einer Teilnahme haben erhalten ab August weitere Informationen von der Senatsverwaltung (Ansprechpartnerin: Elisabeth Müller-Heck, unter der Rufnummer 030 – 902 27 57 01).

Dr. Jan Pfetsch vom Fachbereich pädagogische Psychologie der TU Berlin hat die theoretische und wissenschaftliche Seite des Phänomens beleuchtet. Für eine Studie zum Thema Cyber-Mobbing sucht die TU-Berlin Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren, die an einer Befragung teilnehmen möchten (E-Mail: jan.pfetsch@tu-berlin.de – Tel.: 31424431).

Herr Arno Winter, Ansprechpartner für Spandauer Schulen in Gewaltfragen, hat das ganze durch die praktische Perspektive ergänzt und Handlungsvorschläge für betroffene Schulen benannt. So ist zum einen unerlässlich, dass das Thema öffentlich gemacht wird und den Tätern so die Platform genommen wird.

Auch die Diskussionsrunde hat viele wertvolle Impulse an den Tag gebracht, die an Politik, Schulen, Eltern und alle weiteren betroffenen weitergeleitet werden.

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In einigen Wochen wird Stark ohne Gewalt zu einem zweiten runden Tisch einladen um die Ergebnisse und Fortschritte zu berichten und weitere Handlungsfelder zu definieren.

Wir danken allen Teilnehmern und unseren Referenten, dass sie zum Erfolg unserer Veranstaltung beigetragen haben und freuen uns, sie bei der nächsten Runde wieder begrüßen zu dürfen!

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